Gelenkersatz Knie – Künstliches Kniegelenk – Knie-Endoprothese – Knieprothese

Der Ersatz des Kniegelenks durch ein künstliches Gelenk ist in Deutschland in mehr als hunderttausend
Fällen pro Jahr zu einer der häufigsten orthopädischen Operationen geworden. Dank umfangreicher
operativer Erfahrungen und enormer technischer Weiterentwicklungen liefert der künstliche Gelenkersatz
sehr gute Ergebnisse.

Zerstörte Kniegelenksoberflächen (Kniegelenksarthrosen) können altersbedingt, als langfristige Folge
einer Knieverletzung (z. B. Meniskus- oder Kreuzbandverletzung) oder aufgrund einer chronischen
Gelenkentzündung (Rheumatismus) auftreten. Es kommt zu immer stärkeren Gelenkschmerzen mit
eingeschränkter Mobilität und starker Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Bewirken konservative (= nicht operative) Maßnahmen keine dauerhafte Besserung der Beschwerden,
kann ein künstliches Kniegelenk in Betracht kommen. Die Entscheidung für eine Knie-Endoprothese
hängt von den individuellen Beschwerden des Patienten, den Ergebnissen der Diagnose und – im Hinblick
auf die Haltbarkeit des künstlichen Gelenkersatzes von etwa 15 bis 20 Jahren – auch vom Zeitpunkt des
Eingriffs ab. Herr Dr. Christian Weiß ist auf den Gelenkersatz von Knie und Hüfte spezialisiert.
Die Behandlung sieht wie folgt aus:
Der Eingriff, den ich als Belegarzt in der Isarklinik München vornehme, kann entweder in Vollnarkose oder
in Spinalanästhesie
erfolgen und dauert in der Regel eine bis eineinhalb Stunden. Das Kniegelenk eröffne ich
durch einen kurzen Hautschnitt an der Innenseite des Gelenkes. Die abgenutzten Gelenkoberflächen bearbeite
ich nach einem speziellen Schnittplan, so dass das künstliche Kniegelenk gut auf den Knochen angepasst
werden kann. Komplikationen treten dabei sehr selten auf. Ich setze unseren Patienten nur Implantate mit sehr
guten Langzeitergebnissen
ein.

Die systematische Schmerzbekämpfung sorgt für eine nachhaltige Schmerzlinderung. Für die kritische Zeit,
einige Stunden bis Tage nach dem Eingriff, kann ich schon im Rahmen der OP-Vorbereitung sogenannte
dünne Schmerzkatheter für eine direkte, örtliche Schmerzmittelgabe in die Leiste legen.

In den ersten Tagen nach der Operation stehen die postoperative Schmerztherapie und die kranken-
gymnastisch angeleitete Bewegungstherapie
des operierten Kniegelenks im Vordergrund. Ein Schmerz-
katheter, der rückenmarksnah eingelegt werden kann, ermöglicht hier eine effektive Schmerzbekämpfung.
Bereits am ersten Tag nach der Operation steht der Patient aus dem Bett auf und läuft mit einer Gehhilfe
und mit der Unterstützung unserer Physiotherapeuten die ersten Schritte.

Die stationäre Behandlung in der Klinik dauert ca. sechs bis zehn Tage. Ich empfehle, die Anschluss-
behandlung in einer Rehabilitationsklinik zu nutzen, um die Mobilität weiter zu verbessern und die Knie
stabilisierende Muskulatur gezielt zu trainieren.

Der Erfolg der Operation und die Haltbarkeit des Kniegelenks hängen entscheidend vom Patienten-
Verhalten
nach dem Eingriff ab. In den ersten zwölf Wochen nach der Operation sollten alle extremen
Belastungen des Knies vermieden werden.

Dazu zählen:

  • Stoßbelastungen
  • Bein aufsetzen in O- oder X-Stellung
  • Hocken oder Knien
  • Hocken oder Knien
  • Heben und Tragen von Lasten
  • Überbelastung und große Kraftanstrengungen
  • Gewichtszunahme (kann zur vorzeitigen Auslockerung der Prothese führen)
  • Schwere körperliche Arbeiten